August 31, 2011
Überflüssige Debatte um den Schweizer Platz
Sommerloch auch ohne Sommer
Die Debatte um die vermeintliche Planung für eine Neugestaltung des Schweizer Platzes ist nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich.
Die Grünen im Frankfurter Süden hatten sich zu diesem Sommerloch -Thema im Grunde gar nicht äußern wollen. Das ständige Nachlegen von SPD und die Berichterstattung in der Presse sorgen jedoch bei immer mehr Bürgerinnen und Bürgern für Verunsicherung und erwecken den völlig unzutreffenden Eindruck „die Politik“ würde Pläne zur Umgestaltung erörtern.
Das Ganze ist eine Phantomdebatte.
Die Umgestaltung ist lediglich durch einen Architektenentwurf im Rahmen des Architektursommers und dessen Präsentation durch den Vorsitzenden der CDU Sachsenhausen zum Thema geworden.
Weder die Grünen im Ortsbeirat, noch die Grünen im Römer sehen Veranlassung über eine Neugestaltung nachzudenken oder gar Anträge einzubringen.
„Völlig absurd wird es bei der Forderung, Verkehrsdezernent Majer solle Planungen vorstellen: Es gibt keinerlei beschlossene Planungsaufträge für den Schweizer Platz und das einzige, woran das Verkehrsdezernat arbeitet, ist die von vielen gewünschte Aufzugsnachrüstung“ .
Die Schweizer Straße und der Schweizer Platz bilden ein gewachsenes, attraktives Stadtteilzentrum und die SachsenhäuserInnen und Geschäftsleute mögen „die Schweizer“ so wie sie ist. Natürlich gibt es immer noch ein paar kleine Verbesserungsmöglichkeiten und Wünsche, das zeigte ja auch die jüngste Studie, die von Wirtschafts- und Planungsdezernat vorgestellt wurde.
„Das Letzte, was der Platz braucht, ist eine künstliche Neugestaltung“.
Die Menschen fühlen sich in einem gewachsenen, auch unperfekten, aber gepflegten Umfeld wohl, sie wünschen sich Grün und Sitzplätze, Gastronomie und auch Verkaufsstände, das zeigen ja auch die Rückmeldungen zu anderen Frankfurter Plätzen. Genau diese Mischung bieten Schweizer Straße und Schweizer Platz.
Ebenso absurd sind Überlegungen die Anzahl der U – Bahn Abgänge aus gestalterischen Gründen zu reduzieren. Sicherheit und gute Erreichbarkeit müssen im ÖPNV immer Priorität genießen.
Das Verkehrsaufkommen von Straßenbahn, motorisiertem Individualverkehr, Fahrradfahrern und Fußgängern auf der Schweizer ist erheblich. Um die am ehesten verträgliche Verkehrsregelung wurde über viele Jahre gerungen und ein Konsens gefunden. Änderungen würden zu erheblichen Widerständen bei den Geschäftsleuten, aber auch den Bewohnern aller anderen Straßen führen.
Dass bei der jetzigen Regelung die Schweizer Straße und Schweizer Platz für Fahrradfahrer leider eine neuralgische Stelle bleiben, bedauern die Grünen.
Größerer Rücksichtnahme und angepasstes Verhalten aller VerkehrsteilnehmerInnen könnten da aber auch schon helfen.