April 9, 2013
Fluglärm: 10 Punkte zur Wiederherstellung der Lebensqualität im Frankfurter Süden
Der Frankfurter Süden mit den Stadtteilen, Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad, Goldstein, und Schwanheim hat insgesamt 110.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Derzeit 35.0000 dieser Menschen leben in den Lärmschutzzonen 1 und 2, aber viele Tausend mehr sind vom Fluglärm nicht nur belästigt, sondern stark beeinträchtigt.
Mein Ziel: Der Frankfurter Süden muss soviel wie möglich von seiner Lebensqualität zurückerhalten!
Die Grünen in Frankfurt und Hessen haben die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Frankfurt niemals negiert, nach dem Bau der Startbahn 18 West jedoch eine Wachstumsbegrenzung „innerhalb des Zauns“ gefordert. Diese Position vertreten wir weiter und sie ist weiter notwendig. Der Bau der Nordwest-Landebahn war ein Fehler. Die Lärmbelastung durch deren Betrieb und höhere Kapazitäten sind für die Menschen in der dicht besiedelten Rhein-Main-Region nicht zumutbar. Der Bau und die Inbetriebnahme sind ökologisch nicht zu vertreten, aber auch ökonomisch in Frage zu stellen. Die Anzahl der An- und Abflüge bewegt sich seit Jahren in einem Korridor von 450.000 von 490.000, bei sinkender Tendenz.
Deshalb sind das die Forderungen, für die eine hessische Landesregierung gegenüber dem Betreiber, den Gebietskörperschaften und mit Gesetzesinitiativen eintreten sollte:
1. Planungen für das Terminal 3 einstellen
2. Einklagbare Lärmobergrenze festlegen
3. Flugbewegungen deutlich unter dem Wert der Planfeststellung begrenzen
4. Auf Billigflieger in den Tagesrandstunden verzichten
5. Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr
6. Lärmpausen auch am Tage
7. Aktiver Lärmschutz durch: Stärkere Spreizung der Gebühren, Ampelsystem für Flugzeuge, Flugroutenüberprüfung, Training Flugverfahren
8. Passiven Schallschutz und CASA Programm ausweiten
9. Gesundheitliche Auswirkungen des Fluglärms langfristig untersuchen
10. Flughafen Frankfurt am Main zu einer umwelt- und regionalverträglichen Verkehrsdrehscheibe entwickeln