April 7, 2013
Welche Zukunft hat die Landwirtschaft in Frankfurt?
Das war vorhersehbar….., dass die SPD und ihr Oberbürgermeister als Antwort auf den Druck am Wohnungsmarkt neben
BAUEN, BAUEN, BAUEN nur auf die Rezepte aus den 70er Jahren zurückgreifen und z.B. die landwirtschaftlichen Flächen im Nordwesten Frankfurts zur Disposition stellen.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Zeichen des Klimawandels? Regionalentwicklung? Erhalt von Freiflächen und Frischluftschneisen? Mitdenken der Verkehrsinfrastruktur und der sozialen Infrastruktur? Erkenntnisse aus neueren Baugebieten, wie Riedberg ziehen? Aussagen zur Finanzierung? Alles Fehlanzeige!!!
Stattdessen wird ein Vorschlag in die Öffentlichkeit herausgehauen und der Anspruch reklamiert, die Diskussion zu eröffnen. Tatsächlich wird aber vor allem die Bodenspekulation angeheizt, was einer nachhaltigen Stadtentwicklung und insbesondere auch dem Wohnungsthema schadet.
Die Diskussion um die Flächen wird bei den Grünen im Römer schon länger geführt, waren doch die Begehrlichkeiten bzgl. der Freiflächen der Stadt lange bekannt. Derzeit wird rund ein Sechstel des Stadtgebietes in Frankfurt am Main landwirtschaftlich genutzt oder ist als Kulturlandschaft mit Feldgehölzen und Streuobstwiesen erhalten. Deshalb wurde schon häufiger hinterfragt, ob und in welchem Umfang landwirtschaftliche Flächen in einer Stadt mit so kleiner Fläche sinnvoll und notwendig sind. So wurde von Architekten und Stadtentwicklern z.B. auch ins Spiel gebracht, Landwirtschaft in Frankfurt tendenziell gänzlich aufzugeben und dem urbanen Raum für Wohnbebauung und öffentliche Parks zuzuschlagen. Auch im Rahmen des Konzeptes zur Weiterentwicklung des Grüngürtels unter Manuela Rottmann als Umweltdezernentin wurde diese Fragen aufgegriffen.
Ich hatte hierzu Ende letzten Jahres eine Anfrage formuliert, die und einstimmig von der Fraktion beschlossen wurde.
Ziel dieser Anfrage war:
Die Zukunft der landwirtschaftlichen Flächen in Frankfurt als Kulturlandschaft und zur regionalen Nahrungsmittelerzeugung nachhaltig zu sichern und weiter zu entwickeln, hierzu
die landwirtschaftlichen Betriebe z.B. bei der Nachfolgefindung und bei der Umstellung auf nachhaltige und ökologische Landwirtschaft zu unterstützen und
zu überprüfen, ob die Stadt die Flächen, sofern eine Betriebsaufgabe ansteht als Ausgleichsfläche erwirbt oder in Erbpacht an landwirtschaftliche GründerInnen vergeben kann.
Mehr dazu ist hier nachzulesen.